Statuten

Regionale Tennis-Genossenschaft Brig- Glis- Naters

1. Name, Sitz und Zweck

Art. 1 Unter dem Namen Regionale Tennis-Genossenschaft Brig- Glis- Naters, mit Sitz in Brig, besteht eine Genossenschaft auf unbestimmte Dauer. Sie stützt sich auf die vorliegenden Statuten und die Vorschriften des 29. Titels des Schweizerischen Obligationenrechtes. 

Art. 2 Die Genossenschaft bezweckt die Förderung, Verbreitung und Ausübung des Tennissportes zu günstigen Bedingungen unter ihren Mitglieder. Diesen Zweck verfolgt sie durch den Betrieb eines Tennisplatzes beim Plegerwaldji in Glis.

Die Genossenschaft fördert die Kameradschaft und den sportlichen Geist zwischen ihren Mitgliedern. Zur Pflege der Kontakte mit andern Tennisclubs kann sie Tennismeisterschaften auf regionaler und überregionaler Basis organisieren.

 

2. Mitgliedschaft

Art. 3 Die Tennisgenossenschaft kennt folgende Arten von Mitgliedern:

A. Aktivmitglieder

1. Einzelpersonen

2. Ehepaare

3. Firmenmitglieder (juristische Personen, Kollektivgesellschaften, Genossenschaften, Vereine usw.).

B. Inaktivmitglieder

C. Ehrenmitglieder

D. Junioren

Art. 4 Wer Aktivmitglied werden will, hat eine Beitrittserklärung zu unterzeichnen, in welcher er die statutarischen Verpflichtungen anerkennt, und einen Anteilschein zu erwerben. Minderjährige bedürfen der Zustimmung des Inhabers der elterlichen Gewalt. Über die Aufnahme entscheidet die Verwaltung.

Gegen die Verweigerung der Aufnahme kann der Bewerber an die nächste Generalversammlung rekurrieren; sie entscheidet endgültig. Die Aufnahme kann zu jeder Zeit erfolgen, die Verwaltung hat sich dabei an die Reihenfolge der Anmeldung zu halten.

Spezielle Abmachungen mit Firmenmitgliedern bedürfen der Zustimmung der Generalversammlung.

Art.5 Macht sich eine Person um die Tennisgenossenschaft in besonderem Masse verdient, so kann die Verwaltung der Generalversammlung vorschlagen, diese als Ehrenmitglied in die Genossenschaft aufzunehmen; dazu braucht es die Zustimmung von 2/3 der anwesenden Mitglieder.

Die Ehrenmitglieder sind vom Erwerb eines Anteilscheines und von der Entrichtung des Jahresbeitrages befreit, im übrigen haben sie alle Rechte und Pflichten eines Aktivmitgliedes.

Art.6 Junioren sind Mitglieder bis zu 20 Jahren ohne Anteilschein. Das Jahr an dem das 20. Lebensjahr erfüllt wird gilt als Juniorenjahr. Die Beitrittserklärung der Junioren muss vom Inhaber der elterlichen Gewalt mitunterzeichnet sein.

Die Junioren sind im Rahmen des Spielreglements spielberechtigt, andere Rechte (Stimm- und Wahlrechte etc.) stehen ihnen nicht zu.

Art. 7 Die Mitgliedschaft erlischt:

a) durch Austritt, welcher 6 Monate vor Ablauf des Geschäftsjahres der Verwaltung schriftlich mitgeteilt werden muss;

b) durch Tod;

c) bei juristischen Personen, Kollektiv- und Kommanditgesellschaften durch Auflösung;

d) durch Ausschluss.

 

Art. 8 Die Verwaltung kann ein Mitglied ausschliessen;

a) wenn es in erheblichem Masse gegen die Interessen der Genossenschaft handelt;

b) wenn es für seine Beiträge und andere genossenschaftliche Verpflichtungen nicht aufkommt.

Der Ausgeschlossene kann innert 14 Tagen schriftlich an die Generalversammlung rekurrieren. Bis zum Entscheid der Generalversammlung ruhen die Mitgliedschaftsrechte des Ausgeschlossenen; doch hat er das Recht, seinen Rekurs an der Generalversammlung persönlich zu begründen oder durch ein anderes Mitglied begründen zu lassen.

Art. 9

Statutenrevision Art. 9 vom 06. Januar 1986

Ausscheidende oder ausgeschlossene Genossenschafter haben weder Anspruch am Genossenschaftsvermögen noch auf Rückzahlung der Anteilscheine.

Die Anteilscheine können von den Genossenschafter jedoch an Dritte veräussert werden, insofern die Aufnahmebedingungen gemäss Statuten erfüllt sind.

Bei Tod oder Invalidität des Genossenschafters bleibt es der Generalversammlung vorbehalten auf schriftliches Gesuch hin eine Rückzahlung des Anteilscheines vorzunehmen, sofern dadurch weder die Genossenschaft erheblich geschädigt wird, noch deren Fortbestand gefährdet wird. Der Rückzahlungswert wird nach dem inneren Wert des Anteilscheines bestimmt, darf aber in keinem Fall mehr als den Nominalwert ausmachen. Die Verwaltung kann die Rückzahlung der Anteilscheine bis auf drei Jahre verschieben.

Innerhalb von sechs Monaten nach dem Erlöschen der Mitgliedschaft sind alle Schuldverpflichtungen gegenüber der Genossenschaft zu erfüllen. Innert gleicher Frist ab dem Tod des Genossenschafters ist das schriftliche Gesuch der Erben auf Rückzahlung des Anteilscheines dem Vorstand der Genossenschaft zu stellen.

 

3. Organisation

Art. 10 Die Organe der Genossenschaft sind:

a) die Generalversammlung

b) die Verwaltung

c) die Kontrollstelle

 

A. DIE GENERALVERSAMMLUNG

Art. 11 Die Rechte, die der Gesamtheit der Mitglieder in Angelegenheiten der Genossenschaft zustehen, werden von ihnen in der Generalversammlung ausgeübt.

Art. 12 Die ordentliche Generalversammlung wird alljährlich innerhalb von 6 Monaten nach Schluss des Geschäftsjahres abgehalten.

Art. 13 Eine ausserordentliche Generalversammlung kann jederzeit stattfinden. Sie muss namentlich in den Fällen einberufen werden, die in Art. 881 Absatz 2, 903 Absatz 3 und 905 Absatz 2 OR vorgesehen sind.

Art. 14 Die Generalversammlung wird durch die Verwaltung, nötigenfalls durch die Kontrollstelle, einberufen.

Art. 15 Die Generalversammlung ist mindestens 10 Tage vor dem Versammlungstage einzuberufen. Die Einladung hat schriftlich (Briefe oder Anschlag im Klubhaus) zu erfolgen. Die Verhandlungsgegenstände sind bei der Einberufung bekannt zugeben. Bei Statutenänderungen muss auch der wesentliche Inhalt der vorgesehenen Änderung mitgeteilt werden.

Über Gegenstände, die nicht in dieser Weise angekündigt worden sind, können Beschlüsse nicht gefasst werden, ausser über einen Antrag auf Einberufung einer weiteren Generalversammlung. Zur Stellung von Anträgen und zu Verhandlungen ohne Beschlussfassung bedarf es der vorgängigen Ankündigung nicht.

Art. 16 Die Generalversammlung stehen die folgenden unübertragbaren Befugnisse zu:

a) die Festsetzung und Änderung der Statuten;

b) die Wahl und Abberufung der Verwaltung und Kontrollstelle;

c) die Abnahme der Jahresrechnung und der Bilanz sowie die Beschlussfassung über die Verwendung des Rechnungsergebnisses;

d) die Entlastung der Verwaltung;

e) Beschluss über Investitionen; die Generalversammlung kann zuhanden der Verwaltung ein bestimmtes Budget freigeben.

f) der Beschlussfassung über die Gegenstände, die der Generalversammlung durch das Gesetz oder die Statuten vorgehalten sind.

Art. 17 Zur Teilnahme an der Generalversammlung sind die Aktiv- und Ehrenmitglieder berechtigt. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Stimmberechtigt bei Firmen sind die angemeldeten Firmenangehörigen.

Art. 18 Die Generalversammlung fasst ihre Beschlüsse und vollzieht ihre Wahlen, soweit das Gesetz oder die Statuten es nicht anders bestimmen, mit der absoluten Mehrheit der abgegebenen Stimmen. In einem 2. Wahlgang entscheidet das relative Mehr.

Bei Stimmengleichheit entscheidet bei Beschlüssen die Stimme des Präsidenten, bei Wahlen das Los.

Für die Fusion der Genossenschaft, die Änderung der Statuten sowie für die Aufnahme von Ehrenmitgliedern bedarf es einer Mehrheit von 2/3 der abgegebenen Stimmen. Zur Auflösung müssen ¾ sämtlicher Mitglieder der Genossenschaft zustimmen.

In der Regel finden die Wahlen und Abstimmungen offen statt. Wenn 1/10 der Anwesenden es verlangt, muss geheime Abstimmung folgen.

Art. 19 Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Präsident der Verwaltung oder ein anderes ihrer Mitglieder. Die Generalversammlung kann auch einen eigenen Tagespräsidenten bezeichnen.

Der Präsident der Generalversammlung ernennt 2 Stimmenzähler. Die Beschlüsse der Generalversammlung und die von ihr getroffenen Wahlen sind zu protokollieren. Das Protokoll ist vom Präsidenten und vom Aktuar zu unterzeichnen.

B. DIE VERWALTUNG

Art. 20 Die Verwaltung besteht aus 5-8 Mitglieder, die auf 3 Jahre von der Generalversammlung gewählt werden. Es sind RTG-Mitglieder und TC-Abonnenten wählbar.

Art. 21 Die Mitglieder der Verwaltung sind wieder wählbar.

Die Generalversammlung bestimmt den Präsidenten der Genossenschaft im übrigen konstituiert sich die Verwaltung selbst (Aktuar, Spielleiter, Anlageverwalter, Juniorenchef, Beisitzer etc.).

Art.22 Die Verwaltung versammelt sich, so oft der Präsident eine Sitzung einberuft. Er ist dazu verpflichtet, wenn 2 Mitglieder der Verwaltung es verlangen.

Die Verwaltung ist beschlussfähig, wenn wenigstens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Sie fasst die Beschlüsse und vollzieht ihre Wahlen mit absoluter Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder. Nötigenfalls findet ein zweiter Wahlgang statt, wobei das relative Mehr entscheidet. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präsidenten, bei Wahlen das Los.

Über die Verhandlungen ist ein Protokoll zu führen, das vom Präsidenten und vom Aktuar zu unterzeichnen ist.

Art. 23 Die Verwaltung hat die Geschäfte der Genossenschaft mit aller Sorgfalt zu leiten und die genossenschaftlichen Aufgaben mit besten Kräften zu fördern. Sie hat insbesondere folgende Befugnisse und Pflichten:

a) die Generalversammlung einzuberufen, deren Geschäfte vorzubereiten und ihre Beschlüsse auszuführen;

b) Mitglieder aufzunehmen und auszuschliessen;

c) die notwendigen Geschäftsbücher und das Genossenschafterverzeichnis regelmässig zu führen;

d) die mit der Geschäftsführung beauftragten Personen zu überwachen und sich über den Geschäftsgang regelmässig unterrichten zu lassen;

e) die erforderlichen Reglemente zu erlassen;

f) ihre Protokolle und diejenigen der Generalversammlung regelmässig zu führen;

g) die Jahresrechnung nach den gesetzlichen Vorschriften auszustellen;

h) die Mitgliederbeiträge einzufordern;

i) überhaupt alles zu tun, was im Interesse der Genossenschaft gelegen ist, und nicht von Gesetzes oder Statuten wegen einem andern Organ obliegt.

Art. 24 Die Verwaltung vertritt die Genossenschaft nach aussen. Die Unterschriftsberechtigung wird von der Generalversammlung geregelt.

 

C. DIE KONTROLLSTELLE

Art. 25 Die Generalversammlung hat einen oder mehrere Revisoren als Kontrollstelle zu wählen.

Die Revisoren brauchen nicht Mitglieder der Genossenschaft zu sein. Sie dürfen nicht Mitglieder der Verwaltung oder Angestellte der Genossenschaft sein. Als Kontrollstelle können auch juristische Personen wie Treuhandgesellschaften oder Revisionsverbände bezeichnet werden.

Die Kontrollstelle wird für 3 Jahre gewählt. Die Revisoren haben die in Art. 907 bis 909 OR umschriebenen Aufgaben zu erfüllen.

 

4. Finanzielle Bestimmungen

Statutenrevision am 01.05.2003

Art. 26 Die Höhe des Genossenschaftskapitals ist unbeschränkt. Die Genossenschaft beschafft sich die erforderlichen Mittel aus:

1. den Jahresbeiträgen;

2. dem Anteilschein - Kapital, eingeteilt in Einzel-Anteilscheine von je Fr. 1400.- und Ehepaar-Anteilscheine von je Fr. 2400.- nominal, auf den Namen lautend;

3. allfälligen Gewinnüberschüssen;

4. Einnahmen aus Vermietungen der Plätze

5. einen Sanierungs-Anteilschein von Fr. 1400.-

Art. 27 Jeder Genossenschafter hat einen Jahresbeitrag zu bezahlen. Die Höhe wird von der Generalversammlung festgelegt.

Ermässigungen für Ehepaare und Junioren werden von der Generalversammlung beschlossen.

Genossenschafter, welche aus höheren Gründen nicht spielberechtigt sein können, haben vor Beginn der Spielsaison ein begründetes Gesuch an die Verwaltung zu richten. Diese entscheidet über Annahme des Gesuches und bestimmt bei Annahme den zu entrichtenden Jahresbeitrag.

Für die RTG-Mitglieder ist der Sanierungs-Anteilschein nicht beitragspflichtig, sofern auf diesem Sanierungs-Anteilschein nicht gespielt wird.

Art. 27 bis Wird der Jahresbeitrag nach zwei eingeschriebenen Mahnungen nicht bezahlt, verfügt die Verwaltung über den Anteilschein, unter Verrechnung der banküblichen Zinsen und der aufgelaufenen Spesen und unter Abzug der unbezahlten Jahresbeiträge.

Art. 28 Jeder Genossenschafter hat wenigstens einen Anteilschein zu übernehmen.

Zum bereits besitzenden Anteilschein muss jeder am 01.05.2003 beteiligter Genossenschafter noch zusätzlich einen Sanierungs-Anteilschein von Fr. 1400.- kaufen.

Art. 29 Jede weitergehende persönliche Haftung der Mitglieder ist ausgeschlossen.

 

5. Geschäftsabschluss

Art. 30 Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Januar und endigt am 31. Dezember des Jahres.

Das erste Geschäftsjahr beginnt mit der Gründung und dauert bis zum 31. Dezember 1973.

Art. 31 Die Verwaltung hat die Bilanz sowie die Jahresrechnung, welche den gesetzlichen Vorschriften entsprechend abgefasst werden müssen, mit dem Revisionsbericht spätestens 10 Tage vor der Generalversammlung zur Einsicht der Genossenschafter im Clubhaus oder dem Kassier der Genossenschaft aufzulegen.

Art. 32 Ein Reinertrag ist wie folgt zu verwenden

1. 1/20 ist dem gesetzlichen Reservefonds zuzuweisen, bis dieser 1/5 des Genossenschaftskapitals erreicht hat;

2. der Rest wird einem Erneuerungsfonds zugewiesen und für Abschreibungen verwendet.

6. Schiedsgericht

Art. 33 Streitigkeiten zwischen der Genossenschaft, ihren Organen und ihren Mitgliedern werden durch ein Schiedsgericht beurteilt. Zur Bildung des Schiedsgerichtes bezeichnet jede Partei einen Schiedsrichter. Die beiden Schiedsrichter bestimmen gemeinsam den Obmann; können sie sich innert 14 Tagen nach ihrer Ernennung über die Person des Obmannes nicht einigen, so wird dieser durch den Präsidenten des Instruktionsgerichtes von Brig bezeichnet. Das Schiedsgericht bestimmt selber das Verfahren und entscheidet entgültig.

 

7. Statutenrevision

Art. 34 Für die Revision der Statuten ist die Generalversammlung zuständig. Erforderlich ist eine Mehrheit von 2/3 der stimmenden Mitglieder, soweit nicht das Gesetz zwingend etwas anderes bestimmt.

 

8. Auflösung und Liquidation

Art. 35 Zur Auflösung ist die Zustimmung von ¾ sämtlicher Mitglieder erforderlich. Wird die Auflösung beschlossen, so besorgt die Verwaltung die Liquidation, sofern die Generalversammlung damit nicht andere Personen beauftragt.

Art. 36 Das Vermögen der Genossenschaft wird, nach Tilgung ihrer Schulden. Im erster Linie zur Rückzahlung der Anteilscheine zum Nominalwert verwendet. Über einen allfällig verbleibenden Überschuss steht der Generalversammlung das freie Verfügungsrecht zu. Sie kann den Überschuss unter die Mitglieder bzw. deren Rechtsnachfolger nach Köpfen oder nach Anteilscheinen verteilen oder den Liquidationsüberschuss zu genossenschaftlichen Zwecken oder zur Förderung gemeinnütziger Bestrebung verwenden.

 

9. Bekanntmachung

Art.37 Die Bekanntmachungen der Genossenschaft erfolgen schriftlich oder in den Oberwalliser Zeitungen, soweit nicht von Gesetztes wegen die Publikation im schweizerischen Handelsamtsblatt vorgeschrieben ist.

Diese Statuten sind revidiert von der Generalversammlung 1976 worden treten ab sofort in Kraft.

Brig, den 26. März 1976

 

Für den Vorstand:

Präsident
sign. E. Jaeger

Aktuarin
sign. I. Schmid